GUT DRAUF: BEWEGEN, ENTSPANNEN, ESSEN ABER WIE!

Die Gemeinschaftsschule Niebüll als Lebens- und Lernraum für Jugendliche ist ein zentrales Handlungsfeld für präventive Maßnahmen. Aus allen sozialen Schichten werden Jugendliche über mindestens 5 Jahre fast täglich erreicht. Diese Ausgangssituation bietet Raum und Zeit für ganzheitliche Gesundheitserziehung im Unterricht und Schulalltag. Nach dem Beschluss der Kultusministerkonferenz der Länder von 1992 wird Gesundheitserziehung als „Auftrag zur Förderung einer gesundheitsdienlichen Lebensweise und Lebenswelt im Hinblick auf die physische, psychische und soziale Gesundheit“ verstanden.

Auf der Suche nach einem Konzept zur Gesundheitsförderung von Heranwachsenden hat die Gemeinschaftsschule Niebüll (damals Real- und Hauptschule Niebüll) erstmalig 2006 an einer Veranstaltung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung teilgenommen, in der das Konzept GUT DRAUF vorgestellt wurde. GUT DRAUF ist ein Programm der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zur Verbesserung der Gesundheit von Mädchen und Jungen zwischen 12 und 18 Jahren. Die Gesundheit soll durch Angebote zur gesunden Ernährung, ausreichenden Bewegung und Stressregulation beeinflusst werden. Die Aktion setzt dabei an den Interessen und Bedürfnissen von Mädchen und Jungen an. GUT DRAUF bietet Kindern und Jugendlichen Spannung, Spaß und Abwechslung – für ein gesünderes Aufwachsen. Dieses Konzept hat uns überzeugt, so dass wir es in weiten Teilen seit 2006 praktizieren!

Frau Ketelsen und Frau Hahlbeck ließen sich in einer dreitägigen Basisschulung zu Teamer ausbilden und zertifizieren. An einer Zertifizierung der Schule haben wir bisher kein Interesse gezeigt, da uns das Label als solches nicht wichtig war, sondern die Anregungen.

GUT DRAUF in unserer Schule
GUT DRAUF findet ganzheitlich in unserer Schule statt. Wir versuchen, Bedürfnisse von Jugendlichen nach Spaß und Abenteuer, (Selbst-)Inszenierung und Grenzerfahrung aufzugreifen und Anreize zu einer bewussten Körperwahrnehmung zu geben. Die Jugendlichen werden für ihre körperlichen und seelischen Befindlichkeiten sensibilisiert, damit sie eigene Bedürfnisse erkennen und mit ihnen umgehen können.

Das GUT DRAUF-Konzept findet deshalb in drei Bereichen der Schule seinen Platz:

1. Unterrichts- und Schulalltag
•Kleine Inszenierungen der Entspannung und Aktivierung im Unterricht
•Schulsozialarbeit
•Lernbüro
•Grundsätzlich 3 Stunden Sportunterricht pro Klasse
•4 Schwimmzeiten in der Schwimmhalle (pro Halbjahr 8 Klassen)
•Voltigieren integriert in den Sportunterricht
•Mindestens 2 x pro Schuljahr Sportturniere
•Selbst hergestellte und kostenlose Snacks bei Sportturnieren
•Projekt „Wassersport“
•Aktive Teilnehmer bei Jugend trainiert für Olympia in sämtlichen Bereichen
•VBB (Verbraucherbildung) für alle in Stufe 5
•OGS mit Angeboten aus den drei Bereichen Ernährung, Bewegung und Stressbewältigung
•Hausaufgabenbetreuung
•Teestube
•Regelmäßige Projekttage/Aktionstage zum Thema GUT DRAUF
•…

2. Umgebungs- und Raumgestaltung
•großzügige Mensa
•großer Pausenbereich zum Entspannen und draußen auch zum Toben
•2014 fertiggestellte Renovierungsarbeiten und Anbau mit farblich gestalteten Klassenräumen und einer Vielzahl von Gruppenräumen
•Ausreichend Stellflächen für Fahrräder
•Sicherer Schulweg durch Ampeln und Bushaltestellen
•…

3. Klassenfahrten, Projektfahrten, Lernen am anderen Ort
•Erlebnis- und spaßorientierte, gesundheitsförderliche Elemente der Ernährung, Bewegung und Stressregulation als Bereicherung des Ablaufs von Klassen- , Projektfahrten oder Wandertagen werden eingebaut.

N. Ketelsen

Nähere Informationen zu GUT DRAUF unter http://www.gutdrauf.net
 

Seite zuletzt bearbeitet: 20. Mai 2016