Tag der Begegnung am 13. Mai 2016 – Ein toller Erfolg

Der vom Team der Schülervertretung und den Streitschlichtern organisierte „Tag der Begegnung“ am Freitag, dem 13. Mai 2016 gestaltete sich zu einem wertvollen Beitrag unseres Schullebens.

Auch an unserer Schule hat sich in den letzten Monaten bemerkbar gemacht, dass Menschen aus ihren Herkunftsländern flüchten und bei uns in Nordfriesland eine neue Heimat zu finden versuchen.

So wurde aus einer kleinen DaZ-Klasse in einer Stärke von etwa zehn Schülerinnen und Schülern ein DaZ-Zentrum, das derzeit  von rund 50 Schülerinnen und Schülern besucht wird.

Diese Vielzahl von Schülern aus fremden Herkunftsländern hat dazu geführt, dass die Streitschlichter und die SV sich Gedanken gemacht haben, wie  es möglich sei, einen Tag zu gestalten, bei dem man sich gegenseitig besser kennenlernen könne.

Die Idee zu einem Fußballturnier war schnell gefunden und fand sofort Anklang, aus Erfahrung ließ sich sagen, dass etwa 95% unserer DaZ-Schüler absolut fußballbegeistert sind und Sport gilt ja im Allgemeinen als verbindend und teamstärkend.

Demgegenüber stand eine relativ überschaubare Zahl von Mädchen aus dem DaZ-Zentrum, die aufgrund der kulturellen Bedingungen in ihren Heimatländern keine Anbindung an den Ballsport haben. So musste hier eine andere Idee her, um miteinander ins Gespräch zu kommen.

Ohne Sorge vor einem sehr europäisch gedachten gender-mainstreaming einigten sich die Streitschlichterinnen mit den Mitschülerinnen, einen schönen Back-Vormittag in der Küche zu organisieren und zu erleben. ….und wie es so sein soll, kamen plötzlich ein paar backwütige Jungs ganz von selbst dazu.

Das Gebäck ist fertig.

Die nötigen Vorbereitungen und Planungen zu dem „Tag der Begegnung“ haben die SV und die Streitschlichter eigenständig erledigt, wir Lehrer standen lediglich mit einigen Tipps und als aufsichtsführende Personen zur Seite. Beim Organisieren der Mannschaften wurde z.B. Wert darauf gelegt, dass in den Teams eine Mischung aus DaZ-Schülern und Schülern des WPU Ballsport zustande kam. In der Vorbereitung auf das Backen wurden einfache Rezepte herausgesucht, die man zunächst miteinander lesen und besprechen konnte, nebenbei gab es ein kleines, internationales Vokabeltraining.

Sowohl die Zeitung hob das gute Miteinander hervor, das aus so viel Engagement zustande kam, wie auch Kollegen, die nach einer Wiederholung eines Tages der Begegnung fragten.

Am meisten begeistert aber hat dieses besondere Erlebnis  unsere DaZ-Schüler, die nach der Siegerehrung in der Turnhalle ausgerechnet zu uns Lehrern kamen, um sich für diesen schönen Tag zu bedanken.  Ich habe den Schülern gesagt, dass dieser Dank und unsere Anerkennung  der SV und den Streitschlichtern unserer Gemeinschaftsschule  gebührt und möchte dem an dieser Stelle Ausdruck verleihen:

Herzlichen Dank für euer beispielhaftes Engagement im Rahmen des Tages der Begegnung!
Johanna Suxstorf-Raetsch (Koordinatorin DaZ-Zentrum)
 

Artikel aus dem Nordfriesland Tageblatt vom 18. Mai 2016:


Das gemeinsame Backen förderte harmonische und respektvolle Begegnungen.
Foto: dew

 

Tag der Begegnung:
Küchendienst als Kommunikationshilfe

Niebüll

 

Sprache, Kultur, Sport und gemeinsames Tun standen im Mittelpunkt des „Tags der Begegnung“. Beteiligt waren 60 Schüler der Niebüller Schule und der DaZKlasse, in der junge Flüchtlinge aus derzeit acht Herkunftsländern Deutsch lernen – und als Veranstalter dieses besonderen Tages die Gemeinschaftsschule und die Bildungs- und Arbeitswerkstatt (BAW), vertreten durch Johanna SuxtorfReetz (GemS) und Janine Matzen (BAW).

Auf dem Programm standen Angebote wie Fußball und Backen für alle. Während die Küche von Mädchen dominiert wurde, zog es die Jungen auf den grünen Rasen. Ein Teil der Jungen allerdings entschied sich für die Küche und das Backen. Zu beobachten war, dass sich die Jugendlichen aus Syrien, Afghanistan, Togo, Albanien, Ghana, Montenegro, Eritrea und dem Kosowo gut untereinander verstanden und miteinander verständigten. Weniger gut klappte das zwischen den deutschen Schülern und den ausländischen Gästen – allerdings nur am Anfang. „Daher kam auch die Idee zu diesem Tag, bei dem Integration und deutsche Sprache eindeutig in den Vordergrund rückten“, erklärte Janine Matzen. Willkommener Nebeneffekt war, dass die jungen Asylbewerber auch einen Einblick in die Essgewohnheiten ihrer Gastgeber erhielten.

Während es bei König Fußball kaum Verständigungsprobleme gab, bedurfte es beim gemeinsamen Küchendienst schon einiger Anstrengungen. Dennoch klappte das recht gut. „Backen für alle“ erwies sich als eine geeignete Kommunikationshilfe. Und was den beiden Leiterinnen dieser Aktion besonders gefiel: Unter den jungen Deutschen und ihren Gästen begegnete man einander harmonisch, ruhig, geduldig und vor allem respektvoll. „Es war einfach ganz toll“, befand Janine Matzen.

dew

 

Seite zuletzt bearbeitet: 31. Mai 2016